IN NEUN SCHRITTEN ZUR 3-D-ANIMATION

1. Briefing

Bei einem Treffen von Auftraggeber und Dienstleister wird (meist in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren) die Funktionsweise der zu animierenden Objekte erklärt und der Auftrag definiert. Dabei wird auch die für den Kunden wichtigen Details eingegangen.

2. Storyboarding

Noch bevor die Computer eingeschaltet werden, geht der Dienstleister durch einen Brainstorming Prozess, um die Details der Animation zu planen. Während des Storyboarding Prozesses wird ein Skript erstellt und die Details der Animation in grober Form skizziert. Das Storyboard dient dem Dienstleister dann als Leitfaden während der Produktion.

3. Modeling

Im Modeling Prozess kreiert der Designer Formen oder Primitives in der dreidimensionalen Umgebung seiner 3D-Modeling Software. Diese werden zu kompletten Modellen zusammengefügt.

4. Texture Mapping

Nachdem das Model erstellt wurde, muss es angemalt werden. Der 3D Designer erstellt dazu 2D Bilder in einem Bildbearbeitungsprogramm und wickelt quasi diese Bilder als Oberfläche um einzelne Teile des Modells. Die Bilder können dabei nicht nur Farben enthalten, sondern viele andere Parameter die das Auge aufnehmen kann (Unebenheiten, Transparenz etc.)

5. Lighting oder Scene Building

An dieser Stelle wechseln Designer und Regisseur den Platz. Die erstellten Modelle werden auf die Bühne gesetzt, die dann mit unterschiedlichsten Lichtern und Lampen ausgeleuchtet wird. Dieser Prozess ist sehr wichtig weil durch ihn die allgemeine Stimmung einer Szene bestimmt wird.

6. Animation

Action! An diesem Punkt des Prozesses werden die Models in Bewegung gesetzt. Aber auch viele andere Parameter, die das Aussehen der Szene bestimmen können animiert werden. Eine Besonderheit sind Partikelanimationen, die es ermöglichen Flüssigkeiten, Rauch oder eine große Anzahl gleicher Objekte zu animieren.

7. Rendering

An diesem Punkt des Prozesses übernimmt der Computer vollständig. Man kann diesen Prozess mit der Entwicklung eines Films vergleichen, wobei das Aussehen jedes einzelnen Bildes von 25 Bildern pro Sekunde errechnet wird. Der Vorgang kann von einigen Stunden für ein Bild bis zu mehreren Tagen für eine Animation dauern.

8. Postproduction

Dieser Prozess ähnelt dem des Schneidens an einem Schnittplatz. Verschiedene Arten von Clips werden zu einem Film zusammengefügt. Einige Special Effects werden nachträglich in die Szenen eingefügt. Nun kann der fertige Film auf Videoband, VCD, DVD oder als QuickTime Movie ausgegeben werden.

9. Auslieferung

Für die Auslieferung empfiehlt sich die CD oder DVD. Diese wird per Post an den Kunden versendet.



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